Archiv der Kategorie: Allgemein

Shooting unter der Dusche

Schon lange wollte ich mal ein Shooting in der Dusche machen – wenn das Wasser so richtig spritzt :)

Im Vorfeld musste ich aber unsere Dusche “modifizieren”. Denn sie ist nicht so stylisch, dass ich sie mir als Hintergrund hätte vorstellen können und außerdem ist sie weiß. Viel mehr wollte ich einen dunklen (schwarzen) Hintergrund, der einen idealen Kontrast zu den bestrahlten Wassertropfen bietet. Als Hintergrund diente mein schwarzer Absorber, den ich an einem extra angebrachten Haken in der Decke befestigte.

Das Blitz-Setup für das Dusche-Shooting

Das Blitz-Setup für das Dusche-Shooting

Von der Seite stelle ich zwei Blitze auf und machte einige Test-Shots mit laufendem Wasser. Die Blitze erhellten sehr gut die Wassertropfen – aber auch den Hintergrund – so dass der Kontrast nicht richtig heraus kam. Also platzierte ich ein Blitz mit engem Lichtformer direkt von hinten. Der zweite sollte dennoch von der Seite kommen – um später auch das Model (Astrid) zu beleuchten. Dieser wurde aber dann so ausgerichtet, dass möglichst wenig Licht auf den Hintergrund traf – bzw. noch mit einer Blende nach hinten ausgestattet.

Als dritter Blitz – inkl. Softbox – diente dann um Astrid ins rechte Licht zu setzen. Dieses Setup war unterm Strich recht gut geeignet – auch wenn es in unserem Bad doch etwas zu eng ist und ich mit der Blitzaufstellung meist Kompromisse eingehen musste.

Die drei Blitze wurden mittels Funk ausgelost. Die minimale Verschlusszeit mit dieser Technik lag bei 1/250 s. Das ist kurz genug um die einzelnen Wassertropfen einfrieren zu lassen. Genau das, was ich erzielen wollte.
Und hier nun mal drei der bearbeiteten Ergebnisse:


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Die ganze Serie ist HIER zu sehen.

Nochmals vielen dank an Astrid ;)

Die Obere Torstraße am Abend

Gestern Abend hat es mich kurz auf die Straße gezogen. Ich wohne in einer sehr malerischen Straße mit einigen Fachwerkhäuser und am Ende der Straße sogar einer Kirche. Eine sehr schöne Kulisse … wenn da nicht ständig dir parkenden Autos wären. Aber gestern Abend parkten gegenüber recht wenig Autos … und so ganz schnell die Gelegenheit am Schopf gepackt und zwei Shots gemacht. Belichtungsreihe (-2, 0 und +2 EV), mit SNS-HDR zusammengeführt und in Photoshop mit der Nik Software auf alt bearbeitet.



Wie gefällt’s?

Die Hackeschen Höfe – eine never ending story?

Als ich am 15. Dezember 2007 das erste mal die Hackeschen Höfe in Berlin betrat war mir sofort klar: Hier muss ich mal ein Kugelpanorama machen. Für meinem nächsten Besuch in Berlin das Projekt Kugelpanorama der Hackeschen Höfe fest vorgenommen. Nun ja – um eine lange Geschichte kurz zu machen. Ich war in der Zwischenzeit sicherlich 5 mal vor Ort aber verschiedene Umstände ließen das Projekt immer wieder scheitern:

  • schlechtes Wetter
  • vor Ort festgestellt, dass der Panorama-Kopf zu-hause liegt :(
  • fotografiert – aber später am Rechner gemerkt, dass die Einstellungen an der Kamera falsch waren :-(

ABER – am 22. August 2012 sollte das Projekt endgültig realisiert werden. ich hatte mein Hotel recht nahe am “Alex” gebucht um so in Laufdistanz zu den Höfen zu sein. Also am frühen Abend bepackt mit Fotorucksack und Stativ mit Panorama-Kopf los gezogen. Immer wieder mit kritischen blicken nach oben. Der Himmel war leicht bedeckt: beste Voraussetzungen für das angestrebte Projekt. Also ich dann in freudiger Erwartung am Hof I ankam war dann die Enttäuschung doch groß. Es schien alles perfekt – fast alles. Nur stand ausgerechnet an diesem Tag ein Kran vor einem Restaurant. Nun ja – dennoch das Panorama geschossen … und das Ergebnis gibt es auf meiner “spherical Seite”:

Kugelpanorama Hackesche Höfe – Hof I – Endellscher Hof

Mal schauen … vielleicht wird dieses Projekt nochmals angegangen …

Eine kleine Vorschau eines der Panoramen gleich mal hier:
{qtvr http://spherical.jmsfotografie.de/panos/sortiert/Berlin/HackescheHoefeI.mov 500 340}
zum starten klicken * QuickTime muss installiert sein

Da ich allerdings schon mal wieder vor Ort war – so zog ich noch weiter durch diese Höfe. Im zweiten Hof stand leider ein LKW … aber im dritten Hof habe ich dann nochmals panografiert:

Kugelpanorama Hackesche Höfe – Hof II – Brunnenhof

Viel Spaß beim anschauen

Mein neues Fotostudio

Nach unserem Umzug im Oktober war von Anfang an klar, dass ich in der alten Werkstatt des Vormieters mein Fotostudio aufbauen werde. Lange hat es nun geruht … aber nun kam ich endlich dazu mal meine Fotohintergründe aufzuhängen und einen neuen Reflektor zu bauen.

Nun kann es wieder los gehen mit der Studio-Fotografie. Wer will mal? :)

Ich freu mich drauf …

Ein paar Studio-Ansichten:

SONY DSC SONY DSC SONY DSC SONY DSC

Am Ziel einer langen Reise?

Es ist inzwischen fast 8 Jahre her, als ich das erste mal ein DRI-Foto gesehen habe. Es stammte von Digi-Achim, der mittels Mehrfachbelichtungen des gleichen Motivs einen größeren Dynamikumfang bekommen hat. Für mich war er einer der Pioniere. Denn in mühseliger Handarbeit wurden in Photoshop die Mehrfachbelichtungen übereinander gelegt und die hellen, überstrahlten Bereiche ausgewählt und durch die weniger belichteten Bilder ersetzt. Das ganze mit einer weichen Kante … doch das gab dann unschöne Schatten, die dann wieder von Hand gelöscht werden mussten. Fazit: die Bearbeitung eines Bildes dauerte mindestens 1 Stunde.

Dennoch … diese Arbeit faszinierte mich und ich machte sicherlich drei Jahre fast ausschließlich Nacht-Aufnahmen mit dieser manuellen DRI-Technik.

Dann kamen diverse Software an den Start …. ich probierte viel Freeware aus. Aber alles erfüllte nicht so meine Vorstellungen. Und landete dann irgendwann bei der bekannten Software Photomatix. Damit kann man schon echt gute Ergebnisse bekommen… aber eine Nachbearbeitung war immer notwendig. Außerdem war ein natürlicher Look fast unmöglich.

Nun bin ich vor drei Tagen auf eine neue HDR Software aufmerksam geworden: SNS-HDR*. Im Netz kann man darüber viel positives lesen – also kurz entschlossen die 30 € investiert und die Software gezogen. Keine 30 Minuten später war sie Software installiert und das erste DRI-Foto gewonnen. Super einfach … super tolle Presets – super Einstellmöglichkeiten.

Fazit: Die Software ist unschlagbar was Natürlichkeit – und vor allem Preis/Leistungsverhältnis – angeht.

 

Hier mal mein erster Versuch:

Blauer Turm Bad Wimpfen bei Nacht

Und zum Vergleich das Bild das ich vor etwa 7 Jahren manuell gephotoshoped habe:
Blauer Turm Bad Wimpfen bei Nacht

Scheint so, als ob ich wirklich am Ende einer langen Reise angelangt bin. Ich werde die Software nun in der nächsten zeit mal ausführlicher nutzen und auf Herz & Nieren testen.

 

* die webpage ist leider auf polnisch. Aber ich hatte einfach mal das Vertrauen, dass eine PayPal-Überweisung auch klappt. Nach 20 Minuten hatte ich eine eMail mit download link und Seriennummer.

Blende, Belichtungszeit und das ganze Drumherum

Die Grundlagen

Die absoluten Basics der Fotografie sind Blende und Belichtungszeit.

Wie diese zusammen hängen und was sie bewirken, das sollte einem Fotografen in Fleisch und Blut übergehen. Denn wenn ein Motiv mal gesichtet ist fehlt oft die Zeit die Zusammenhänge nochmals durchzudenken. Ebenso hindert ein ständiges “wie war das nochmal mit der Blende…???” die fotografische Kreativität. Und gerade diese zeichnet einen guten Fotografen doch erst aus.

Blende und Belichtungszeit sind für die korrekte Belichtung des Bildes verantwortlich. Um das Bild korrekt zu belichten, muss eine bestimmte Menge Licht auf den Sensor (früher natürlich den (Dia-)Film). Ich vergleiche das gerne mit einem Glas unter einem Wasserhahn. Ist das Glas mit Wasser voll, so ist das das Bild richtig belichtet. Nun ist aber die Frage wie sehr ich den Hahn aufdrehe. Ist der Wasserhahn ganz auf auf fließt viel Wasser und das Glas ist schnell voll. Drehe ich den Hahn nur leicht auf, so tröpfelt es nur etwas ins Glas und es dauert wesentlich länger bis das Glas voll ist.

Der Wasserhahn ist quasi die Blende. Ist die Blende ganz auf kommt viel Licht durchs Objektiv – die Belichtungszeit kann also kurz gehalten werden. Schließe ich die Blende, so verlängert sich die Belichtungszeit.

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“So wird Ihre Kuh lila”

Mache ich nun Werbung für Milka?

Keinesfalls. Aber der Titel “So wird Ihre Kuh lila” trägt ein Artikel von Gerriet Danz in managerSeminare | Heft 156 | März 2011. Dieser Artikel zeigt auf, dass 84% aller (TV-)Werbungen einschläfernd wirken und deshalb komplett am Ziel vorbei gehen. Werbung muss den Kunden doch wach rütteln – ganz so wie die lila Kuh der bekannten Schokoladen-Firma.

Und was hat das nun auf einem Fotografen-Blog zu suchen?

Ganz einfach. Das Titelbild für diesen Artikel zeigt eine Kuh. Nein – nicht lila – aber dennoch sehr skurril – weil die nette Kuh mit einer Brennweite von 12 mm fotografiert wurde. Mit dieser extrem kleinen Brennweite erscheinen nahe Dinge viel größer und ferne Dinge viel kleiner wie sie in Wirklichkeit sind. Das ergibt eine skurrile Verzerrung. Also ein echtes “Hingucker-Bild”. Nicht weil die Kuh lila ist – sondern weil sie total verzerrt ist, was sehr witzig aussieht.

Und was hat das Ganze nur mit mir zu tun?

Ganz einfach: das Titelbild ist von mir :) Wieder einmal habe ich die “Kuh” über Photocase verkauft und sie wurde im Heft abgedruckt. Das freut mich natürlich ganz besonders. Nicht nur weil ich wieder einmal 2,87 € verdient habe :) Sondern weil das Foto zum Titelbild eine Artikels wurde, der Menschen ansprechen – ja geradezu wach rütteln soll.

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SPD Flyer … und mein Titel-Foto

Titelbild des SPD FlyersVor kurzem bekam ich ne nette eMail, dass ein Foto von mir für einen SPD Flyer genutzt werden sollte. Das freute mich natürlich … und heute habe ich den Flyer der SPD Bundestagsfraktion im Internet gefunden: “Soziale Brennpunkte ins Abseits gestellt”.

Das Foto entstand in Halle und für mich war es einfach die Sonnenblume (zufälligerweise in Herzform) im Umfeld mit der tristen Hausfassade was das Bild ausmachte.

Der Flyer zeigt dieses kleine und wichtige Detail leider nicht :( Aber dennoch freut es mich, dass meine Fotos so rum kommen ;)

Das Foto habe ich im übrigen über Photocase verkauft. Mit der Stock-Fotografie kann man zwar nicht reich werden – aber immerhin hab ich damit 2 € verdient.

jmsFotografie goes flickr

Ich habe mich am Donnerstag spontan bei flickr angemeldet.

Warum? Das weiß ich selbst nicht so genau. Denn meine Fotos präsentiere ich am liebsten immer noch auf meiner Galerie.

Der einzige Grund ist vielleicht, dass ich so meine Kontakte zu befreundeten Fotografen, die bei flickr sind, halten kann – oder vielleicht neu Kontakte knüpfe.

Inzwischen sind auch schon einige Bilder auf meinem flickr-Account zu sehen – klick dich rein:

http://www.flickr.com/photos/jmsfoto/

Es grüßt jms

Eine runde Sache: Ringblitz selber bauen

Der fertige Ringblitz [seite]

Der fertige Ringblitz (seite)

Ein Ringblitz wird hauptsächlich für die Produktfotografie verwendet. Warum? Weil sie das Produkt von allen Seiten anstrahlen und damit einen störenden Schlagschatten verhindern.

In letzter Zeit sieht man auch immer mehr Portrait-Fotografien mit Ringblitzen. Das Gesicht wird gleichmäßig aufgehellt ohne Gesichtspartien mit Schatten zu bedecken. Charakteristisch für diese Fotos sind die Kreis-Reflexe in den Augen.

Der fertige Ringblitz (oben)

Der fertige Ringblitz (oben)

Schon lange überlege ich mir einen  Ringblitz zuzulegen. Doch aufgrund des hohen Preises, im Vergleich mit dem für mich seltenen Einsatz, lohnt sich die Anschaffung nicht.

Diese Woche bin ich eher zufällig über eine Bastelanleitung gestoßen: Ringblitz DIY. Und da ich selbst ein “Bastelkind” bin musste ich das Projekt gleich mal angehen. Also am verregneten Samstag gleich mal in Supermarkt gedüst um ne geeignete Schüssel zu suchen. Doch der REWE in Bad Wimpfen konnte mir keine Schüssel anbieten :( Ich wollte schon das Projekt aufgeben (oder zumindest auf den nächsten verregneten Samstag verschieben) als mein Blick in der Süßigkeitenabteilung ganz unerwartet auf eine scheinbar passende Dose fiel. Dahinter verbarg sich eine italienische Leckerrei namens Dolcetto die – wahrscheinlich aufgrund eines Marketing-Gags – gerade in einer kleinen Box geliefert wird. Und schwubbs war die Dose im Einkaufswagen.

Der Ringblitz im Spiegel

Der Ringblitz im Spiegel

Zuhause machte ich mich ans Werk. In die Dose musste im Boden und Deckel ein Loch mit 10 cm Durchmesser. Da hinein wurde ein “Rohr” geschoben, durch das später das Objektiv gesteckt wird. Als “Rohr” verwendete ich eine leere Caro-Kaffe-Dose. Der Rohr-Durchmesser war etwas zur groß für mein Objektiv. Deswegen habe ich ein Stück alte  Isomatte zugeschnitten und in das Rohr gelegt. Damit passt mein Objektiv genau hindurch – und es ist sogar noch etwas geschützt.

An der Seite der Dose habe ich ein rechteckiges Loch ausgeschnitten. Durch dieses wird der Blitz – der beim fotografieren drahtlos ausgelöst wird –  in die Dose gesteckt.

Ich finde meinen DIY-Ringblitz spitze ;)

Ich finde meinen DIY-Ringblitz spitze ;)

Den Innenraum der Dose – und die Außenfläche des Rohres (also der Caro-Kaffe-Dose) – musste ich dann mit Alufolie auskleiden. Das war nun etwas filigranere Arbeit – aber es muss ja auch nicht alles total plan sein … ich denke es ist sogar besser, wenn es durch Falten in der Folie zu diffuserem Licht in der Dose führt.

Zum Schluss fixierte ich noch den Blitz an der Dose mit einem Gummiband. Fertig war mein Ringblitz für 3,59 € (abzüglich der Dolcetto, die im übrigen sehr ähnlich dem alten YES-Torty schmecken ;)

Die ersten Bilder zeigen es … super geeignet für die Produktfotografie. Es treten nur minimale Schlagschatten auf.

Beispielbild mit Ringblitz: Objektiv

Beispielbild mit Ringblitz: Objektiv

Beispielbild mit Ringblitz: Akku

Beispielbild mit Ringblitz: Akku

Nun bin ich gespannt auf die erste Portrait-Session mit meinem neuen Spielzeug ;)